Dies & Das

Wie lange hattest Du denn noch vor zu studieren?? Studentenrabatt gibts im Normalfall auch nicht einfach so bis in alle Ewigkeit.
In der heutigen Zeit ist es völlig egal, wie lange oder in welchem Alter jemand studiert. Viele nutzen Teilzeitmodelle, arbeiten nebenbei oder bilden sich später im Leben weiter. Gerade deshalb sollten Studierendenrabatte beim EHC Kloten nicht ans Alter, sondern an den Studierendenstatus gebunden sein. Bildung hört schliesslich nicht mit 25 auf.

Edit: Bildung hört beim EHC Kloten jedoch schon mit 21 auf...
 
Apropos Shirt tragen... welche Shirts, Schals, Pullies und Caps tragen denn die Jungs und Mädels der Kurve? Diejenigen, welche sich vor jedem Heimspiel im "Spunte" treffen und dort Fanartikel verkaufen? Wohl eher weniger original EHC Ware, oder täusche ich mich da?
Sorry, dass ich das Thema Kurve wieder aufgreife, aber das muss jetz einfach sein...

Vielleicht liegt’s einfach daran, dass die EHC-Klamotten aussehen, als hätte sie jemand mit MS-Paint entworfen. Da zieht man halt lieber was Eigenes an, das man auch ausserhalb vom Stadion tragen kann, ohne ausgelacht zu werden.
 
Dass so viele die Ware der Stehplätz Schluefweg anhaben zeigt einerseits, dass die offenbar mehr von Fanbindung verstehen als der Club selber und andererseits, dass - notabene auf freiwilliger Basis und in der Freizeit - schlicht besseres Material produziert wird. Die Einnahmen sind daher nur im gleichen kurzsichtigen Sinne wie die Ticketeinnahmen bei allfälligen günstigeren Preisen für Junge „verloren“, weil die Stehplätz Schluefweg da den schlechten Job des Clubs in diesem Bereich gewissermassen kompensieren. Auch hier würde sich ein besserer Dialog zwischen Club und aktiver Fanszene auszahlen; dieses Know How kann man anzapfen.
Sind wir doch ehrlich.
Die Sachen vom Verein sind nichts spezielles und sogar langweillig..
 
Zuletzt bearbeitet:
Unsere Stadionsituation wird wohl eher früher als später dazu führen, dass NL-Hockey im romantischen Schluefweg-Wald nicht mehr zu finanzieren ist. Die Parkplatz-Situation verschlechtert sich Jahr um Jahr, die gegebene Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäss und in etwa 10 Jahren sind wir dort, wo Ambri mit der Valascia vor einigen Jahren stand. Wenn ich Spielabend für Spielabend mit die Gesichter auf den Sitzplatz-Sektoren ansehe, sind dort zu 80% ergraute Nerds wie du und ich, welche ihren EHCK-Fanartikel aus der 80er Jahren Auslauf gewähren und die Schere beim Preis-Leistungsverhältnis zwischen Anspruch und Gebotenem geht mit jeder Saison und jeder Ticket-Preiserhöhung weiter auf. Ich weiss wirklich nicht, wie lange wir unserem Hobby am angeblich kältesten Ort in Kloten noch nachgehen können...
Jan Schibli muss sich vorkommen wie Sisyphus in der griechischen Mythologie. Wahrscheinlich kann uns mittel- und längerfristig nur ein Wunder in Form von heute noch unerkannten Mäzenen retten, welche uns in Flughafennähe beim heutigen Standort vom Circus Salto ein schmuckes, zeitgemässes Stadion mit einer Kapazität von 6 bis 7 Tausend kaufen und hinstellen...

Ich sehe das etwas anders. Die Infrastruktur rund um den Schluefweg ist nach wie vor völlig intakt – Anbindung, Halle, Trainingsmöglichkeiten und Umfeld funktionieren allesamt. Natürlich ist sie nicht „State of the Art“ wie ein NHL-Tempel, aber das braucht’s auch gar nicht, um Stimmung und gute Hockeyabende zu erleben.


Wir müssen uns nicht einreden lassen, dass nur ein neues Stadion das Überleben sichert. Der Schluefweg hat Charakter, Geschichte und bietet nach wie vor genug Kapazität und Möglichkeiten, um National-League-Hockey auf einem soliden Fundament zu spielen. Wenn die Identifikation mit dem Verein stimmt, füllt sich die Halle auch ohne LED-Banden-Show und Apero-Boxen oder Chicken Wings . Dafür kommen die Leute wegen Emotionen, nicht wegen Luxus.
 
Machen wir uns nichts vor: Im Gegensatz zur Kläranlage in Altstetten fällt unser Stadion brutal ab. Ich war am letzten Freitag (auf Einladung eines Zug-Spielers) in der Swiss-Life-Arena-Lounge und muss sagen: Oha! Mit dem Stadion wurde die Basis gelegt, um längerfristig unabhängig von Herrn Frey zu sein. Alleine schon der Zutritt zur Lounge mutet an ein 5-Sterne-Edelhotel an, wirklich krass! Auch der Lounge-Bereich, sicherlich so gross wie eine Dreifachturnhalle, wird hunderttausende Franken an Einnahmen pro Abend abwerfen - da sind wir wohl meilenweit davon entfernt. Zudem: Überall wird der Zett zelebriert (z.B. durch edle Uhren-Ausstellungen zwischen den pieckfein gedeckten Tischen oder durch die Ahnengallerie beim Eingang, im Lift etc.).

Dass dies die Stehplätzer (wohl auch diejenige der Huren) als nicht nötig erachten, verstehe ich schon. Aber es ist halt ganz simpel: Irgend jemand muss das Ganze Theater bezahlen und wenn ich sehen, dass während des Spiels handgezählte 16 Tische noch vollständig besetzt waren durch Business-People und deren High-Heel-Abendkleid-Tussen muss man schon neidlos anerkennen, dass sich die Kläranlage für solche Leute zum Ort des Sehens und Gesehenwerden entwickelt hat. Dies bringt halt Kohle (z.B. für einen Ghetto, Malgin, Hrubesch etc.), auch wenn dies etwas zu Lasten der Stimmung geht.

Um langfristig überleben zu können und auch mehr Geld zu verdienen, muss unser Stadion ZWINGEND modernisiert werden. Mehr und bessere Angebote für VIP's, günstige Familientickets für die Bindung zukünftiger Fans (auch ich kam so ins Stadion in den 90-ern), modernere und grosszügigere Verpflegungsmöglichkeiten, NHL-Screen-Banden für mehr Werbemöglichkeiten, Stehplätze näher an das Spielfeld für eine noch bessere Stimmung etc.

Was mir aus Zug-Sicht bestätigt wurde: Die Kläranlage ist zu laut (auch für Spieler) und das Entertainment beschneidet die (spärlich vorhandenen) Fangesänge. Dies kann sicherlich besser gemacht werden. Wie man aber zur Ansicht gelangen kann, dass unsere Infrastruktur ausreicht, das verstehe ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht gar nicht.
 
Machen wir uns nichts vor: Im Gegensatz zur Kläranlage in Altstetten fällt unser Stadion brutal ab. Ich war am letzten Freitag (auf Einladung eines Zug-Spielers) in der Swiss-Life-Arena-Lounge und muss sagen: Oha! Mit dem Stadion wurde die Basis gelegt, um längerfristig unabhängig von Herrn Frey zu sein. Alleine schon der Zutritt zur Lounge mutet an ein 5-Sterne-Edelhotel an, wirklich krass! Auch der Lounge-Bereich, sicherlich so gross wie eine Dreifachturnhalle, wird hunderttausende Franken an Einnahmen pro Abend abwerfen - da sind wir wohl meilenweit davon entfernt. Zudem: Überall wird der Zett zelebriert (z.B. durch edle Uhren-Ausstellungen zwischen den pieckfein gedeckten Tischen oder durch die Ahnengallerie beim Eingang, im Lift etc.).

Dass dies die Stehplätzer (wohl auch diejenige der Huren) als nicht nötig erachten, verstehe ich schon. Aber es ist halt ganz simpel: Irgend jemand muss das Ganze Theater bezahlen und wenn ich sehen, dass während des Spiels handgezählte 16 Tische noch vollständig besetzt waren durch Business-People und deren High-Heel-Abendkleid-Tussen muss man schon neidlos anerkennen, dass sich die Kläranlage für solche Leute zum Ort des Sehens und Gesehenwerden entwickelt hat. Dies bringt halt Kohle (z.B. für einen Ghetto, Malgin, Hrubesch etc.), auch wenn dies etwas zu Lasten der Stimmung geht.

Um langfristig überleben zu können und auch mehr Geld zu verdienen, muss unser Stadion ZWINGEND modernisiert werden. Mehr und bessere Angebote für VIP's, günstige Familientickets für die Bindung zukünftiger Fans (auch ich kam so ins Stadion in den 90-ern), modernere und grosszügigere Verpflegungsmöglichkeiten, NHL-Screen-Banden für mehr Werbemöglichkeiten, Stehplätze näher an das Spielfeld für eine noch bessere Stimmung etc.

Was mir aus Zug-Sicht bestätigt wurde: Die Kläranlage ist zu laut (auch für Spieler) und das Entertainment beschneidet die (spärlich vorhandenen) Fangesänge. Dies kann sicherlich besser gemacht werden. Wie man aber zur Ansicht gelangen kann, dass unsere Infrastruktur ausreicht, das verstehe ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht gar nicht.
Es stimmt: Im Vergleich zu modernen Arenen wie der Swiss Life Arena bestehen in unserer Anlage Defizite, insbesondere was VIP-Bereiche, Verpflegung und Sponsoringmöglichkeiten betrifft. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es nachvollziehbar, dass solche Bereiche zur finanziellen Stabilität des Clubs beitragen können. Gleichzeitig sollte man aber bedenken, dass ein übermässiger Fokus auf VIP-Angebote das Stadion für die breite Fangemeinde teurer oder unzugänglicher machen kann. Auch eine stärkere Kommerzialisierung läuft Gefahr, die Identifikation vieler Fans mit dem Club zu schwächen.

Dennoch sollte bei allen Modernisierungen die besondere Atmosphäre unseres Stadions nicht verloren gehen. Nähe zum Spielfeld, echte Fankultur und Stimmung sind Aspekte, die viele Fans an unserer Anlage schätzen und die nicht in Geld zu messen sind. Eine Modernisierung sollte daher mit Bedacht erfolgen: Wirtschaftliche Effizienz und Komfort für die Besucher sind wichtig, dürfen aber die Identität und das Flair des Stadions nicht verdrängen.
Ein gezielter Ausbau, der VIP-Angebote, Familienfreundlichkeit und moderne Infrastruktur mit der traditionellen Stadionstimmung verbindet, ist der Weg, langfristig sowohl wirtschaftlich erfolgreich zu sein als auch die Fans zu begeistern.

Eine Modernisierung, aber bitte mit Augenmass. Es braucht kein 5-Sterne-Erlebnis für ein Hockeyspiel. Ausser du möchtest halt auch genau so eine Stimmung.
 
Eine Modernisierung, aber bitte mit Augenmass. Es braucht kein 5-Sterne-Erlebnis für ein Hockeyspiel. Ausser du möchtest halt auch genau so eine Stimmung.
Dann werden wohl diejenigen, die heute (noch) kommen, nicht mehr kommen. Und die, welche so was suchen bereits in der Kläranlage untergebracht...
Insofern bin ich da voll bei dir.
 

Kingfisher

Lückenfüller
... am schluss noch einen puck ergattern und dann zuhause ausstellen. ich bin voll bei dir. genau so mache ich das mit meinen göttikindern noch immer & es zahlt sich (aus): einmal fan, immer fan.

das angebot beim Z (obwohl sie das stadion regelmässig füllen) zeigt, dass es eben machbar ist und für die zukunft in meinen augen auch unerlässlich. die kinder sind die fans von morgen und viele familien bleiben - auch wegen den aktuellen zeiten, wo alles teurer ist - zunehmend zuhause, oder picken sich dann halt einzelne spiele. das nehme ich so unisono aus meinem umfeld wahr.

solange die halle die schlechteste ligaweite auslastung hat, muss der EHC clever genug sein, ein solches, attraktives angebot zu schaffen! und dafür lässt sich wohl auch relativ einfach ein sponsor finden, der bestenfalls auch noch was dazu beiträgt bzw. eine präsenz erhält (wie beim kids-corner nun mit der goldenen möve).

und da soll man gefälligst so flexibel sein (vorallem auf die festtagszeit), ein solches angebot auch während der saison zu lancieren, wie man es nun mit dem ticket-upgrate gezeigt hat.
Bin ich absolut bei dir - die Fans von morgen gewinnt man heute.
Und wenn mich meine Tochter (5) fragt warum wir regelmässig X Minuten an der Hauptkasse auf ihr Billett warten müssen (unnummerierter Sitzplatz) und ich diesen Eintritt nicht schon vorher kaufen kann - ja dann bleiben auch mir die Argumente aus...
 
Bin ich absolut bei dir - die Fans von morgen gewinnt man heute.
Und wenn mich meine Tochter (5) fragt warum wir regelmässig X Minuten an der Hauptkasse auf ihr Billett warten müssen (unnummerierter Sitzplatz) und ich diesen Eintritt nicht schon vorher kaufen kann - ja dann bleiben auch mir die Argumente aus...
Kleiner Tip von mir. Geh ins Büro und verlange von jedem Heimspiel bis Ende Saison eine Karte für Deine Tochter. Der Typ hat zwar etwas mürrisch dreingeschaut aber meine 3 Enkel haben jetzt Karten. Dank mir später😉
 

Rippa

Lückenfüller
Wie lange hattest Du denn noch vor zu studieren?? Studentenrabatt gibts im Normalfall auch nicht einfach so bis in alle Ewigkeit.
Im besten Fall noch fünf Monate :sneaky: – und wenn mich, für mich aktuell unvorstellbar, tatsächlich nochmal der Reiz packt, vielleicht sogar zwei Jahre länger.

Das Paradoxe und das eigentliche "Problem" ist ja, dass ich eigentlich zahlen wollte – am Ende aber trotzdem immer gratis drinstand.
Immerhin habe ich mich kulinarisch engagiert, somit tapfer dem Risiko des wässerigen Stuhls gestellt und – ganz der grosszügige Gönner – pro Match drölf Bier zu viel reingeorgelt. Durch die Abschaffung des Gratiseintritts, wenn man nicht mit dem Club direkt zu tun hat, hätte diese Saison der schlemmerei meinerseits einen Riegel geschoben. Wobei ich dem Wunsch Schibli's nicht hätte nachkomen können.

Mir ist bewusst, dass ich ein Einzelfall bin. Dennoch; Neben Kindern halte ich das „Anfixen“ von Studierenden (solange es nicht meine von ChatGPT gebildeten Mitstudierenden sind) und Lehrlingen ebenfalls für eine Massnahme mit hohem Potenzial - insbesondere in Kloten wo die Zuwanderung hoch ist. Denn diese befinden sich klassisch in der Endphase der Adoleszenz wobei die volatilität der Interessen abnimmt und Hobby's welche sozial oder emotional bedeutungsvoll sind, festigen. Das Potential dieser Leute ist hoch, insofern man’s geschickt anstellt, dass man irgendwann in einer entscheidungsfreudigen Position bei einem Unternehmen aus der Flughafenregion sitzt – und kann den Club dann grosszügig sponsern oder wenigstens im Business Club ein paar Kontakte pflegen.
 

Eoales

Flaschenhalter
Im besten Fall noch fünf Monate :sneaky: – und wenn mich, für mich aktuell unvorstellbar, tatsächlich nochmal der Reiz packt, vielleicht sogar zwei Jahre länger.

Das Paradoxe und das eigentliche "Problem" ist ja, dass ich eigentlich zahlen wollte – am Ende aber trotzdem immer gratis drinstand.
Immerhin habe ich mich kulinarisch engagiert, somit tapfer dem Risiko des wässerigen Stuhls gestellt und – ganz der grosszügige Gönner – pro Match drölf Bier zu viel reingeorgelt. Durch die Abschaffung des Gratiseintritts, wenn man nicht mit dem Club direkt zu tun hat, hätte diese Saison der schlemmerei meinerseits einen Riegel geschoben. Wobei ich dem Wunsch Schibli's nicht hätte nachkomen können.

Mir ist bewusst, dass ich ein Einzelfall bin. Dennoch; Neben Kindern halte ich das „Anfixen“ von Studierenden (solange es nicht meine von ChatGPT gebildeten Mitstudierenden sind) und Lehrlingen ebenfalls für eine Massnahme mit hohem Potenzial - insbesondere in Kloten wo die Zuwanderung hoch ist. Denn diese befinden sich klassisch in der Endphase der Adoleszenz wobei die volatilität der Interessen abnimmt und Hobby's welche sozial oder emotional bedeutungsvoll sind, festigen. Das Potential dieser Leute ist hoch, insofern man’s geschickt anstellt, dass man irgendwann in einer entscheidungsfreudigen Position bei einem Unternehmen aus der Flughafenregion sitzt – und kann den Club dann grosszügig sponsern oder wenigstens im Business Club ein paar Kontakte pflegen.
Zum Punkt: insbesondere in Kloten wo die Zuwanderung hoch ist. Da stimme ich dir absolut zu. Zudem werden derzeit viele ältere Bauten abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Durch höhere Mietzinse wandern dann alteingesessene weg und viele neu-Klotener fehlt einfach der Bezug zum Chlootner-Hockey und die Stadt Kloten ist für diese eine reine Schlafstadt (da helfen Gratis-Tickets für Neuzuzüger auch nur bedingt).
 
Diese Zuschauerzahlen bereiten mir sorgen. Sollte es so weitergehen, gebe ich den Verein noch 5-10 Jahre. Wieso ist die Vereinsführung untätig? Es bricht mir das Herz...
Hat was, vor allem wenn man sieht, mit welcher positiven Energie die Vorsaison abgeschlossen wurde. Nur am sportlichen kann es nicht liegen, denn auch letzte Saison hatten wir viele knappe Spiele, welche wir jedoch dann doch sehr oft gewonnen haben im Gegensatz zu dieser Saison. Die Stehplätze sind erschreckend leer, gestern hatte ich gar den Eindruck, dass der "Boykott" immer noch am Laufen ist. Bin gespannt was die GL für Erkenntnisse aus den tristen Besucherzahlen zieht.
 
Hat was, vor allem wenn man sieht, mit welcher positiven Energie die Vorsaison abgeschlossen wurde. Nur am sportlichen kann es nicht liegen, denn auch letzte Saison hatten wir viele knappe Spiele, welche wir jedoch dann doch sehr oft gewonnen haben im Gegensatz zu dieser Saison. Die Stehplätze sind erschreckend leer, gestern hatte ich gar den Eindruck, dass der "Boykott" immer noch am Laufen ist. Bin gespannt was die GL für Erkenntnisse aus den tristen Besucherzahlen zieht.
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Diese Zuschauerzahlen sind ein einziges Alarmsignal und trotzdem passiert von Seiten der GL nichts. Keine Kommunikation, kein Konzept, keine ehrliche Analyse. Es wirkt, als wolle man einfach hoffen, dass es von alleine wieder besser wird.


Und ja, es sind längst nicht nur die Stehplätze. Das ganze Stadion wirkt leer und träge. Diese Atmosphäre ist traurig, wenn man bedenkt, welche Energie und Leidenschaft Kloten früher ausgemacht haben. Viele Fans haben schlicht das Vertrauen verloren und die Vereinsführung scheint das entweder nicht zu begreifen oder es ist ihr egal.


Man hat das Gefühl, die GL ist völlig abgekoppelt vom Puls der Basis. Es fehlt an Nähe, an Identifikation und an ehrlichem Dialog. Wenn das so weitergeht, wird der Frust in der Fangemeinde wieder wachsen und es würde mich nicht wundern, wenn bald erneut Proteste aufflammen oder weitere Spieler die Konsequenzen ziehen und den Verein bei der ersten Möglichkeit verlassen.
 
Jetzt aber mal halblang. Die Weltuntergangstimmung ist kaum zu ertragen.
Der Gegner war Genf. Unter der Woche. Am Samstag steht zudem das Spiel gegen den ZSC an. Da wird der Eine oder Andere wohl nur ein Spiel schauen wollen/können und das dürfte dann am Samstag gegen den ZSC sein.
Aber ohne Zweifel sind es ganz allgemein weniger Zuschauer wie im Vorjahr. Ich würde das aber aktuell auf die sportliche Lage zurückführen. Man hat nun einfach viele Spiele verloren. Penaltyschiessen sogar kläglich vergeigt. Die aktuelle Mannschaft konnte bisher - nicht so wie es im letzten Jahr der Fall war - das Feuer der Begeisterung zünden. Letzte Saison waren das jeweils geile Spiele, das Stadion war aus dem Häuschen, es knisterte förmlich in der Luft. Die aktuelle Mannschaft weckt einfach nicht die gleiche Begeisterung wie im letzten Jahr. Alles brave Soldaten, Buchhalter-Nötzli-Typen. Lieb, nett, stets bemüht. Nur leider halt 0,0% Magie und auch 0,0% Emotionen (keine Grinders, keine Prügeleien, kein physischer Widerstand, keine Schmerzen dem Gegner zufügen).
Ich kann mich nur wiederholen: letzte Saison hat man gesehen, wie der Funke auf die Zuschauer überflog - wie man den Umsatz substantiell steigern konnte. Wieso um Himmels Willen hat man diese Saison - entgegen den Äusserungen - beim Sportlichen gespart?
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau das ist ja das Problem: Man hat in der Sommerpause offensichtlich geglaubt, die Euphorie der letzten Saison trage sich von selbst weiter. Statt gezielt in Charakter, Typen und Identifikation zu investieren, hat man das sportliche Herzblut rausgespart. Jetzt steht da eine Mannschaft, die zwar bemüht ist, aber niemanden wirklich mitreisst.

Wenn Kloten Emotionen verkauft, aber auf dem Eis und in der Führung nur Routine liefert, darf man sich nicht wundern, wenn das Stadion immer leerer wird. Die Leute wollen Leidenschaft sehen, nicht Verwaltungsdenken. Daher gibt es für mich nur etwas: Urner raus.
 
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