Nordeuropa

#1
Hier noch zum Vergleich die Budgets (in EUR) der höchsten finnischen Liiga sowie die Veränderung zur letzten Saison. Es fällt natürlich sofort auf, dass sogar die allermeisten NatiB-Clubs finanziell hier mithalten könnten. Schon speziell, wenn man diese Budgets mit den Budgets der NLA oder NLB vergleicht...


https://www.jatkoaika.com/Uutiset/J...ähtee-kauteen-kalleimmalla-joukkueella/215453

1. HIFK 3 300 000 (+50 000)
2. Kärpät 3 000 000
3. Tappara 2 850 000 (+100 000)
4. Lukko 2 500 000 (-100 000)
5. TPS 2 400 000 (+150 000)
6. KalPa 2 200 000 (+300 000)
6. Ilves 2 200 000 (+200 000)
8. JYP 2 150 000 (-500 000)
9. Pelicans 1 900 000 (+200 000)
9. Ässät 1 900 000
9. SaiPa 1 900 000 (-100 000)
12. HPK 1 750 000
13. KooKoo 1 700 000
14. Sport 1 600 000 (+100 000)
15. Jukurit 1 500 000
 

fredyy

Hockeygott
#4
Bei Kloten betrugen die Personalkosten letzte Saison 4,2 Mio. Da sind aber nicht nur die Spieler drin, sondern alle Angestellten
 
#7
Teil 2

Die letzten zwei Monate war ich dort unterwegs oder dann für einen meiner Freunde. Er ist Zimmermann, wenn er Unterstützung braucht, dann ruft er mich an, ich helfe ihm immer wieder beim Hausbau aus. Ich habe ja schliesslich diesen Beruf gelernt. Körperlich bin ich fit, ich halte mein Gewicht bei 92 Kilogramm. Fast jeden Nachmittag gehe ich aufs Laufband, Joggen in der Natur draussen ist nicht gut für mein Knie.

Der König wohnt fünf Kilometer entfernt
Ich habe höchst prominente Nachbarn. An eine Seite meines Grundstücks grenzt das Stenhammar Slot, und das ist der aktuelle Wohnsitz des schwedischen Königs. Er hat sich wegen der Corona-Krise aufs Land zurückgezogen, er wohnt fünf Kilometer von mir entfernt. An der Grenze zwischen unseren Grundstücken liegt ein See, dem König gehören 25 Prozent, mir 75 Prozent des Gewässers. Es ist nicht schlecht, wenn man mehr besitzt als der König...


Auf der anderen Seite meines Grundstücks liegt Harpsund, die Sommerresidenz des schwedischen Premierministers Stefan Löfven. Meine Frau hat ihn eines Abends mit Frau und zwei Bodyguards an unserem Haus vorbeispazieren gesehen. Wenn es dunkel wird, sieht man von meiner Küche aus allerdings auch anderes: Wildschweine, Rehe, Hirsche, jeden Abend. Ich habe schon einige Wildschweine erlegt, Fleisch habe ich hier genug.

7000 Tannen werden gepflanzt
Seit kurzem bin ich Besitzer eines Wohnmobils, mit dem wollten meine Frau und ich eigentlich nach Norwegen, auf die Lofoten, nach Tromsö. Das muss jetzt warten. Aber bald fahre ich nach Lappland, wo meine Mutter noch wohnt. Zusammen mit meinem Bruder Kenth, der 1984 Olympiabronze im Speerwerfen gewonnen hat, werden wir dort im Zuge einer Wiederaufforstung 7000 Tannen pflanzen.

Im Eishockey halte ich mich eher zurück, ich hatte zwei Anfragen als Trainer in Schweden. Es könnte sein, dass ich im Vorstand meines Stammclubs Södertälje im Sportbereich mithelfe. Mein Bruder, jetzt schon in der Führung dabei, versucht die ganze Zeit, mich zu überreden.»
 
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#9
Die Klubs sollten realistisch sein und einen Plan B erarbeiten, mit wenig Zuschauern und vielen Verschiebungen. Die viele Großverdiener, fast alle NL Spieler verdienen mehr als 25K im Monat, sollten sich, für die Krisenmonate, mit "Hungerlöhnen" von sagen wir 12 bis 15K im Monat begnügen.
 

Deecee

Hockeygott
#10
Scheinbar hat Finnland da deutlich strengere (Vorsichts-)Massnahmen.
Ein gemeinsames Training oder Match gilt in der Schweiz nicht per se als "enger Kontakt", d.h. bei uns müssten die Jokerit-Spieler nicht unbedingt in Quarantäne. Ausser dem dauert die Quarantäne bei uns nur 10 Tage, es wird sogar diskutiert sie auf nur 5 Tage zu reduzieren.
 
#11
Scheinbar hat Finnland da deutlich strengere (Vorsichts-)Massnahmen.
Ein gemeinsames Training oder Match gilt in der Schweiz nicht per se als "enger Kontakt", d.h. bei uns müssten die Jokerit-Spieler nicht unbedingt in Quarantäne. Ausser dem dauert die Quarantäne bei uns nur 10 Tage, es wird sogar diskutiert sie auf nur 5 Tage zu reduzieren.
Habe heute in der SonntagsZeitung gelesen, dass 14tägige Quarantänen eigentlich der Standard sind und wir in der Schweiz mit 10 Tagen da eher lockerer unterwegs sind.

Bezüglich Jokerit wirds jetzt richtig spassig: die Russen sind sauer auf Jokerit, weil diese sich an die behördlichen Anordnungen des finnischen Staates halten und somit den Spielplan durcheinander bringen. Während Jokerit mit bislang 0 Corona-Fällen für 14 Tage weder spielen noch als Team trainieren darf, spielt das Team von Neftehimik Nižnekamsk (diese Woch mind. 4 Corona-Fälle) bereits heute Sonntag wieder in St. Petersburg. Aber ich verstehe schon: Corona geht die Russen halt einfach nichts an. :ROFLMAO::ROFLMAO:
Da werden in Finnland wieder Stimmen laut, welche Jokerits Rückkehr in die finnische "LIIGA" fordern. Das dürfte auch nicht ganz einfach werden. Da brauchts neue (einheimische) Geldgeber, das Kader muss abgespeckt werden, evtl. ein neuer Anlauf in einer tieferen Liga...klingt eigentlich nach einem Job für Hans-Ueli Lehmann. :cool:
 
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#13
Man muss vielleicht dabei schon noch in Betracht ziehen, dass das KHL Konstrukt ein bisschen grössere Teile Europas einschliesst und länderübergreifend ist. Wenn man die Grösse der Schweiz anschaut, umfasst dies vielleicht 2 KHL Teams. Zudem haben wir zwar kantonale Bestimmungen, aber trotzdem nicht komplett verschiedene Vorngehensweisen, wie dies in der KHL der Fall ist.

NAtürlich kann es zu einem Ausfall führen, aber ohne Abstieg ist dies vor allem in den Playoffs ein Problem. Da hoffe ich schon, dass man sich dahin Gedanken macht den Spielplan so zu gestalten, dass es noch Puffer gibt für solche Fälle. Die Zusatzrunde sind in einer solchen Lage wohl eher fehl am Platz.. Ein Plan B und C muss ready sein, sonst wäre das schon sehr diletantisch.
 
#14
War gestern am KHL-Derby zwischen Jokerit Helsinki und SKA St. Petersburg. Das war vielleicht ein Spiel! Jokerit immer knapp am Führen (1:0, 2:1, 3:2), dann kurz vor Schluss 3:4 im Hintertreffen, da zieht der Jokerit-Coach den Goalie für einen 6. Feldspieler und sie schaffen 36 Sekunden vor Schluss tatsächlich den Ausgleich per One-Timer und die Halle explodiert beinahe! Dann in der Verlängerung gelingt Helsinki der 5:4 Siegtreffer! Herrlich und die Freude in der Halle überbordet richtiggehend! Sehr geil zum Dabeisein. Über 10'000 Zuschauer - so viele wie nie mehr seit Ausbruch der Pandemie. Corona-Massnahmen habe ich nirgends gesehen. Das Personal trägt Maske und da und dort kann man seine Hände desinfizieren, aber alles mehr so auf Empfehlungs-Basis.
Bemerkenswert: bei Jokerit spielen Lindbohm (letzte Saison Biel) und Turunen (letzte Saison HCD) munter mit und im Tor mit Lindbäck der vermeintliche Lottergoalie vom HCD, welcher hier aber gut gespielt hat.

Wer mal KHL live vor Ort schauen möchte, dem sei die Hartwall Arena wärmstens empfohlen. Da gibts keine mühsamen Einreiseformalitäten wie z.B. für Russland, der Standard (und die Preise) sind Schweizer Niveau, der Komfort und die Show spitze!
 
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#15
Aus die Maus!

Jokerit verzichtet auf KHL-Playoffs

Freitag, 25. Februar 2022, 13:15 - Martin Merk

Der finnische Club Jokerit Helsinki hat sich in Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine aus den Playoffs der russischen KHL zurückgezogen.

Nach Kritik von Fans und Rückzug von Sponsoren zieht sich Jokerit Helsinki zumindest vorläufig aus der russischen KHL zurück aufgrund "der globalen Situation". Schon vor Kriegsbeginn waren die Stimmen laut, nun zieht der Club die Notbremse. Selbsterklärend war dies trotz des Drucks in Finnland jedoch nicht, wird Jokerit doch von der russischen Regierung nahestehenden Milliardären finanziert. Anstelle von Jokerit dürfte das ausgeschiedene Torpedo Nischni Nowgorod in die Playoffs nachrücken.
Auch die Spielstätte Hartwall Arena ist in russischem Besitz, weshalb der finnische Eishockeyverband ankündigte die zurückgezogenen Spielertrikots unter dem Hallendach zu entfernen. Die Arena ist auch einer der WM-Spielorte.
Auch anderswo in der Nachbarschaft westlich von Russland ist die KHL Kritik ausgesetzt. So fordern lettische Politiker das ebenfalls russisch finanzierte Dinamo Riga zum Rückzug aus der KHL auf.
 
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#16
Dynamo Riga hat sich gänzlich aus der KHL verabschiedet und Jokerit Helsinki spielt zumindest diese Playoffs nicht. Aber es ist schwer vorstellbar, dass Jokerit nicht auch den gleichen konsequenten Strich wie Riga ziehen wird. Sämtliche Verträge wurden aufgelöst, ca. die Hälfte des Kaders hat für die Restsaison schon bei anderen finnischen Vereinen unterschrieben. Der ganze Verein ist im Zerfall! Erinnert mich an die Tage nach dem Abstieg unseres EHC's. Glücklicherweise befinden sich die Namens-/Logo-Rechte nach wie vor in finnischem Besitz. Momentan ist nicht absehbar wann/wie/wo/ob es mit diesem Verein weitergeht. Es sind mehrere Szenarien denkbar.

- kompletter Neubeginn in den untersten Ligen
- Einstieg in die höchste finnische Liga
- Konkurs, fertig und auf Nimmerwiedersehen

Angesichts des Leids in der Ukraine sind das alles kleine Probleme, aber schon verrückt was die Allmachtsfantasien eines Einzelnen für Auswirkungen haben können.
 

Boixos

Flaschenfüller
#17
Dynamo Riga hat sich gänzlich aus der KHL verabschiedet und Jokerit Helsinki spielt zumindest diese Playoffs nicht. Aber es ist schwer vorstellbar, dass Jokerit nicht auch den gleichen konsequenten Strich wie Riga ziehen wird. Sämtliche Verträge wurden aufgelöst, ca. die Hälfte des Kaders hat für die Restsaison schon bei anderen finnischen Vereinen unterschrieben. Der ganze Verein ist im Zerfall! Erinnert mich an die Tage nach dem Abstieg unseres EHC's. Glücklicherweise befinden sich die Namens-/Logo-Rechte nach wie vor in finnischem Besitz. Momentan ist nicht absehbar wann/wie/wo/ob es mit diesem Verein weitergeht. Es sind mehrere Szenarien denkbar.

- kompletter Neubeginn in den untersten Ligen
- Einstieg in die höchste finnische Liga
- Konkurs, fertig und auf Nimmerwiedersehen

Angesichts des Leids in der Ukraine sind das alles kleine Probleme, aber schon verrückt was die Allmachtsfantasien eines Einzelnen für Auswirkungen haben können.
Ziemlich sicher wird es auf einen Konkurs herauslaufen. Die Sportabteilung sowie Stadion gehören einem russischen Oligarchen. Desweiteren schrieb Jokerit schon seit KHL anfang immer Tiefrote zahlen..
 
#18
Ziemlich sicher wird es auf einen Konkurs herauslaufen. Die Sportabteilung sowie Stadion gehören einem russischen Oligarchen. Desweiteren schrieb Jokerit schon seit KHL anfang immer Tiefrote zahlen..
Ja, eine Mischung halt aus den Optionen. Man lässt den Verein Konkurs gehen, damit man die Russen vom Hals hat und fängt dann nochmals weiter unten neu an. Jokerits KHL-Jahre waren tatsächlich immer schwer defizitär. Hat betriebswirtschaftlich zwar überhaupt keinen Sinn ergeben, aber da das ganze mit Oligarchen-Knete bezahlt wurde, hat man da halt mitgespielt bzw. man hatte nicht wirklich die Möglichkeit auszusteigen.
Und mit jeder weiteren Saison in der KHL haben sich mehr und mehr Fans vom Club abgewandt - schade, aber verständlich.
 
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